Aktuelle Meldungen

ASV Ottenhöfen kämpft stark und verpasst Punktgewinn knapp

1. Herrenmannschaft - VERBANDSLIGA - Staffel 3 (BWHV)
TuS Schutterwald II - ASV Ottenhöfen 26:25 (15:12)
Es war ein Auftakt, der trotz der knappen Niederlage Lust auf mehr macht. Im ersten Verbandsliga-Spiel nach dem Aufstieg aus der Landesliga musste sich der ASV Ottenhöfen beim TuS Schutterwald II denkbar knapp mit 25:26 (12:15) geschlagen geben. In einer spannenden Schlussphase hatten die Achertäler Handballer den ersten Punktgewinn auf Verbandsebene unmittelbar vor Augen, konnten sich für ihren großen Kampf am Ende aber nicht belohnen.

Nach der historischen Saison 2025/2026, in der sich der ASV die Meisterschaft in der Landesliga und damit den Aufstieg in die Verbandsliga sicherte, wartet nun eine neue Herausforderung auf die junge Mannschaft von Trainer Michael Wagner. Über Jahre hinweg hatte der ASV kontinuierlich auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Der Lohn dafür war nicht nur die Meisterschaft der Herren 1, sondern gemeinsam mit den Damen 1 und Damen 2 sogar ein historisches Meister-Triple im Seniorenbereich.

Auch in der neuen Spielklasse bleibt der ASV seinem Weg treu. Der Kader besteht ausschließlich aus Spielern aus Ottenhöfen beziehungsweise dem direkten Umfeld. Verstärkt durch junge Talente und erfahrene Führungsspieler soll sich die Mannschaft in der Verbandsliga behaupten. Dass dies kein leichtes Unterfangen werden würde, war allen Beteiligten bewusst. Das höhere Tempo, die größere körperliche Präsenz und die technische Qualität der neuen Liga sollten gleich zum Auftakt eine erste Standortbestimmung liefern.

Diese Aufgabe wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass der ASV gleich auf vier Stammspieler verzichten musste. Dennoch präsentierte sich die Mannschaft von Beginn an engagiert und hielt die Partie über weite Strecken offen.
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und gingen mit 2:0 in Führung. Der ASV fand jedoch schnell ins Spiel und glich in der 10. Minute zum 3:3 aus. Kurz darauf musste Benedikt Kern verletzungsbedingt passen – ein weiterer Rückschlag für die personell ohnehin angespannte Mannschaft.

Schutterwald nutzte anschließend einige kleine Nachlässigkeiten im Spiel der Achertäler und setzte sich über 5:4, 8:5 und 9:6 etwas ab. Der ASV ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpfte sich wieder heran. In der 24. Minute war beim 10:10 der Gleichstand erneut hergestellt.
Die Gastgeber reagierten darauf mit einer Auszeit. Diese zeigte zunächst Wirkung: Schutterwald erhöhte den Druck und konnte sich zwei Minuten vor der Halbzeitpause auf 14:10 absetzen. Der ASV bewies jedoch Moral und verkürzte durch Manuel Schnurr und Philipp Schmälzle bis zum Pausenpfiff noch auf 12:15.

Für Manuel Schnurr war die Partie dabei ohnehin eine besondere. Nachdem der langjährige ASV-Torjäger seine aktive Karriere nach der vergangenen Meistersaison eigentlich beendet hatte, entschied er sich angesichts der neuen Herausforderung zu einem „Rücktritt vom Rücktritt“. In reduzierter Rolle wollte er die Mannschaft in der Verbandsliga unterstützen. Im Spiel gegen Schutterwald musste allerdings auch Schnurr im weiteren Verlauf verletzungsbedingt passen. Ob er bereits im nächsten Spiel wieder einsatzbereit sein kann, ist derzeit offen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Schutterwald zunächst auf Abstand. In der 40. Minute lagen die Gastgeber mit 19:15 vorne. Doch die Mannschaft von Michael Wagner zeigte genau den Kampfgeist, den der Trainer von seinem Team sehen wollte. Schritt für Schritt kämpfte sich der ASV zurück in die Partie und verkürzte in der 47. Minute auf 20:19.
Nun war endgültig Spannung angesagt. Die Schlussphase entwickelte sich zu einer echten Crunch-Time. In der 52. Minute war beim 22:22 wieder alles offen. Der erste Punktgewinn in der Verbandsliga schien greifbar nahe.

Doch erneut nutzte Schutterwald kleine Unachtsamkeiten der Achertäler und konnte sich vier Minuten vor dem Ende auf 25:22 absetzen. Wer nun mit einer Vorentscheidung gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Der ASV mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte und stemmte sich gegen die drohende Niederlage.
Moritz Kimmig, mit fünf Treffern bester ASV-Torschütze, erzielte kurz vor dem Schlusspfiff noch den Anschlusstreffer zum 26:25. Für den Ausgleich reichte die verbleibende Zeit allerdings nicht mehr. So musste der ASV trotz einer über weite Strecken starken Vorstellung die Heimreise mit einer denkbar knappen Niederlage antreten.

Trainer Michael Wagner war trotz der verlorenen Partie voll des Lobes für seine Mannschaft: „Selten war ich nach einer Niederlage so stolz auf meine Mannschaft. Die personellen Probleme haben uns vor große Aufgaben gestellt, die wir mehr als gut gelöst haben. Jeder hat gekämpft. Darauf können wir aufbauen.“

Viel mehr kann man sich von einem ersten Auftritt in der neuen Spielklasse kaum wünschen. Der ASV hat gezeigt, dass er auch auf Verbandsebene mithalten kann. Trotz vier fehlender Stammspieler und weiterer Verletzungen kämpfte sich die junge Mannschaft immer wieder zurück und stand kurz vor dem ersten Punktgewinn.

Die Leistung in Schutterwald macht jedenfalls Lust auf mehr – vielleicht bereits am kommenden Wochenende. Dann steht für den ASV das erste Heimspiel der neuen Verbandsliga-Saison auf dem Programm. In der Schwarzwaldhalle Ottenhöfen empfängt die Mannschaft am Sonntag, 27. September, um 17:00 Uhr den Mitaufsteiger HC Neuenbürg II. Nach dem starken Auftakt hoffen die Achertäler dabei auf die Unterstützung ihrer Fans und wollen vor heimischer Kulisse die ersten Verbandsliga-Punkte einfahren.

ASV Ottenhöfen: Moritz Kimmig (5), Max Bruder (4), Jörn Schmälzle (4), Lukas Blust (3), Philipp Schmälzle (3), Manuel Schnurr (3), Benedikt Kern (2), Lucas Vierling (1), Samuel Bohnert, Pascal Harter, Dominik Horn, Benjamin Vierling

TuS Schutterwald II: Luca Haß (7), Marc Schulz (4), Jona Ehret (3), Noah Adam (2), René Behmann (2), Dominik End (2), Florian Fahner (2), Tim Heuberger (1), Jakob Meffle (1), Jakob Ritter (1), Morris Strosack (1), Raphael Herrmann, Jakob Osiander, Joel Sütterlin

Bericht: Mike Käshammer

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Neues Kapitel, neue Herausforderung: ASV-Damen vor Verbandsliga-Auftakt

1. Damenmannschaft- VERBANDSLIGA - Staffel 3 (BWHV)
SG Altdorf/Ettenheim – ASV, So. 20.09.26 - 16.45 Uhr
Bereits am kommenden Wochenende beginnt es – das „Abenteuer Verbandsliga“ für die Damen des ASV Ottenhöfen. Die zurückliegende Meisterschaft in der Landesliga war alles anders als eingeplant und war plötzlich mit fortlaufender Saison immer greifbarer. Nun geht man das neue Kapitel in der neuen Spielklasse voller Mut aber auch voller Demut an.
„Uns ist bewusst, dass wir das eine oder andere Mal auch Lehrgeld zahlen werden müssen“, gibt sich Trainer Ralf Paulus, der mit seinem Team in die zweite Saison geht, keinen Illusionen hin. Gemeinsam mit seiner Mannschaft will der Coach aber möglichst schnell in der neuen Liga ankommen, um anschließend „wie ein Eichhörnchen“ nach und nach die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einsammeln.

Einziger Neuzugang der ASV-Damen ist Luisa Vogel, die von der SG Ottersweier/Großweier ins Achertal gekommen ist, und gemeinsam mit Dani Spinner das Torhüterinnenduo bilden wird. Externe Abgänge hat die Mannschaft keine zu verzeichnen, wobei einige Spielerinnen studienbedingt oder aus privaten Gründen nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Der doch recht dünne Kader bereitet ein wenig Kopfzerbrechen und schlägt sich auch gleich beim ersten Auswärtsspiel nieder. Denn urlaubsbedingt müssen die Achertälerinnen gleich auf mehrere Spielerinnen verzichten. Trotzdem möchte man sich bei einem unbekannten Gegner von der besten Seite zeigen und auch irgendwie eine Möglichkeit finden, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Vorbericht: Ralf Paulus

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Weltmeisterliches Training beim ASV Ottenhöfen

Marleen Kern kehrt nach WM-Triumph zurück zu ihren Wurzeln

Eine Weltmeisterin in der eigenen Halle – diesen besonderen Überraschungsmoment-Moment durften die B-Mädchen des ASV Ottenhöfen am Dienstag erleben. Nur wenige Tage nach ihrem bisher größten sportlichen Erfolg stand Marleen Kern wieder dort, wo ihre Handballgeschichte begann: in ihrer Heimathalle Ottenhöfen.

Mit der weiblichen U20-Handball-Nationalmannschaft wurde Marleen in der vergangenen Woche Weltmeisterin in China. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland am Montag dauerte es nicht lange, bis sie wieder auf dem Spielfeld stand. Bereits am Dienstag besuchte sie das Training der B-Mädchen ihres Heimatvereins, die von ihrem Bruder Benedikt trainiert werden und gab ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter.

Für die jungen Spielerinnen war es wohl eine unvergessliche Trainingseinheit. Gemeinsam mit einer frischgebackenen Weltmeisterin zu trainieren, Tipps aus erster Hand zu erhalten und zu sehen, dass auch große Erfolge mit Bodenständigkeit verbunden sein können, war eine besondere Motivation.

Marleens Wurzeln liegen genau hier. Beim ASV begann ihre Handballlaufbahn, hier spielte sie einst selbst in der C-Jugend und wurde damals von ihrem Vater Hagen Kern trainiert. Als sie den Verein verließ, gab ihr dieser ein ganz besonderes Andenken mit auf den Weg: ein ASV-Shirt mit dem Slogan:

„Never forget where you are coming from.“ Diese Worte begleiten Marleen bis heute. Sie sollen sie daran erinnern, wo ihre Reise begonnen hat und welche Menschen sie auf ihrem Weg unterstützt haben.
Trotz Weltmeistertitel und großer sportlicher Erfolge vergisst sie ihre Heimat nicht und kehrt immer wieder gerne ins Achertal zurück.

Für den Verein ist dieser Besuch ein Zeichen gelebter Verbundenheit und ein Beweis dafür, dass die Werte des ASV Ottenhöfen weit über den Sport hinausreichen. Marleen zeigt den Nachwuchsspielerinnen, dass Träume mit Leidenschaft, Einsatz und Teamgeist wahr werden können – und dass man dabei seine Wurzeln niemals vergessen sollte.

Der ASV Ottenhöfen ist stolz auf seine Weltmeisterin und gratuliert Marleen nochmals herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg.

ASV - mehr als ein Verein.

Bericht: Mike Käshammer

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Vom ASV Ottenhöfen bis zum WM-Titel: Marleen Kern schreibt Handballgeschichte

Mit dem Gewinn der U20-Handball-Weltmeisterschaft hat Marleen Kern einen außergewöhnlichen Meilenstein in ihrer sportlichen Laufbahn erreicht. Die deutsche Nachwuchsnationalmannschaft setzte sich im Finale der Weltmeisterschaft im chinesischen Jinzhong mit 33:26 gegen Dänemark durch und krönte sich nach einer beeindruckenden Turnierleistung ohne Niederlage zum Weltmeister. Nach dem Gewinn der U19-Europameisterschaft im vergangenen Jahr gelang dem Team damit das historische Double aus EM- und WM-Titel.

Für den ASV Ottenhöfen besitzt dieser Erfolg eine ganz besondere Bedeutung. Marleen Kern begann ihre Handballkarriere beim ASV und entwickelte hier ihre Begeisterung für den Sport. Der Verein verfolgt ihren sportlichen Werdegang seit vielen Jahren mit großem Interesse und freut sich über den Weg, den sie bis in die deutsche Nachwuchsnationalmannschaft und nun an die Weltspitze genommen hat.

Den historischen Triumph erlebten auch ihre Eltern Bianca und Hagen Kern – ASV-Sportvorstand – hautnah mit. Sie begleiteten die Mannschaft nach China und konnten den WM-Gewinn gemeinsam mit Marleen vor Ort feiern.

Der ASV Ottenhöfen ist stolz darauf, dass eine ehemalige Jugendspielerin Teil dieser erfolgreichen Nationalmannschaft ist. Der gesamte Verein gratuliert Marleen Kern herzlich zum Weltmeistertitel und wünscht ihr für ihre weitere sportliche und persönliche Zukunft viel Erfolg.

Bericht: Mike Käshammer

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Ein Jahr für die Geschichtsbücher des ASV Ottenhöfen

Die Saison 2025/2026 wird beim ASV Ottenhöfen als eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben. Gleich drei Meisterschaften konnten gefeiert werden: Die erste Herrenmannschaft und die erste Damenmannschaft sicherten sich jeweils den Titel in der Landesliga und steigen damit in die Verbandsliga auf. Zudem krönte sich auch die zweite Damenmannschaft zum Meister.

Besonders bemerkenswert: Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen gelang der Aufstieg mit Mannschaften, die nahezu vollständig aus der eigenen Jugendarbeit hervorgegangen sind. Auch für die kommende Verbandsliga-Saison plant der Verein bislang bewusst ohne vereinsfremde Neuzugänge – ein Weg, der in der heutigen Handballlandschaft immer seltener geworden ist.

Die erste Herrenmannschaft dominierte die Landesliga über weite Strecken der Saison und sicherte sich die Meisterschaft letztlich souverän mit fünf Punkten Vorsprung. Vor allem in den entscheidenden Spielen zeigte die Mannschaft ihre Qualität und setzte sich gegen direkte Konkurrenten wie den HC Neuenbürg II oder den Lokalrivalen SG Ottersweier/Großweier durch. Damit gelang dem ASV erstmals seit über 20 Jahren wieder der Aufstieg auf Verbandsebene.

Auch die Damen 1 sorgten für Begeisterung. In einem bis zum letzten Spieltag spannenden Titelrennen behielt das Team die Nerven und sicherte sich mit einem knappen 28:26-Auswärtssieg beim SV Niederbühl die Meisterschaft. Der Vorsprung auf den direkten Verfolger SG Eggenstein-Leopoldshafen betrug am Ende lediglich einen Punkt. Die zweite Damenmannschaft rundete die außergewöhnliche Saison schließlich mit ihrem eigenen Meistertitel ab.

Dass der ASV Ottenhöfen heute einen solchen Erfolg feiern kann, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vereinsarbeit. Die Geschichte des Handballsports im Achertal reicht bis ins Jahr 1934 zurück, als Lehrer Oswald Eichelberger den Handball nach Ottenhöfen brachte. Nach den schwierigen Jahren rund um den Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der ASV Schritt für Schritt zu einer festen Größe im südbadischen Handball. In den frühen Jahren gehörten lange Fahrten mit dem Fahrrad zu den Auswärtsspielen ebenso selbstverständlich dazu wie improvisierte Trainingsbedingungen.

Einen entscheidenden Entwicklungsschub brachte schließlich der Bau der Schwarzwaldhalle im Jahr 1978. In den darauffolgenden Jahrzehnten etablierte sich der ASV sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich dauerhaft in höheren Spielklassen. Oberliga-Handball, DHB-Pokalspiele und sogar Gastspiele der deutschen Nationalmannschaft prägten die Vereinsgeschichte.

Bereits in den 1990er-Jahren gehörte der ASV Ottenhöfen sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich zu den sportlichen Aushängeschildern des südbadischen Handballs. Dass nun erneut beide ersten Mannschaften gemeinsam den Aufstieg auf Verbandsebene feiern dürfen, verleiht der Saison 2025/2026 einen ganz besonderen historischen Stellenwert.

Die aktuelle Erfolgssaison zeigt nun einmal mehr, welchen Stellenwert die kontinuierliche Jugendarbeit im Verein besitzt. Nahezu alle Spielerinnen und Spieler der Meistermannschaften stammen aus dem eigenen Nachwuchs und wurden über Jahre hinweg beim ASV ausgebildet. Gerade als eigenständiger Dorfverein ist dies eine Besonderheit. Während viele Clubs längst auf Spielgemeinschaften angewiesen sind, konnte der ASV Ottenhöfen seine Eigenständigkeit bis heute bewahren – eine Seltenheit im modernen Handball.

Die außergewöhnliche Saison fand auch abseits des Spielfelds ihre verdiente Anerkennung. Bei einer separaten Veranstaltung im Vereinsheim nahm Staffelleiter Uwe Persch die offiziellen Meisterehrungen vor. Im Anschluss ließen die Mannschaften gemeinsam mit der Vereinsführung die Erfolge der Herren 1, Damen 1 und Damen 2 bei einem Umtrunk nochmals Revue passieren und würdigten damit eine Saison, die zweifellos zu den bedeutendsten der jüngeren Vereinsgeschichte zählt.

Die Saison 2025/2026 steht deshalb nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern auch für Werte wie Zusammenhalt, Kontinuität und Vereinstreue. Drei Meisterschaften, zwei Aufstiege und volle Hallen bei Heimspielen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung der Handballsport in Ottenhöfen weiterhin besitzt – und dass der ASV auch über 90 Jahre nach seiner Gründung lebendiger denn je ist.

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Vom Jugendspieler zur Vereinslegende - Manuel Schnurr beendet seine Karriere

Mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Verbandsliga endet beim ASV Ottenhöfen nicht nur eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison – sondern auch die aktive Laufbahn eines der prägendsten Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte: Manuel Schnurr beendet seine Handballkarriere.

Der Rückraumspieler gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Eigengewächsen der ASV-Handballschule. Bereits im Alter von sechs Jahren wurde Manuel von seinem Vater Reinhold Schnurr, selbst langjähriger Aktiver und Damentrainer beim ASV, im Verein angemeldet. Von Beginn an durchlief er sämtliche Jugendmannschaften des ASV und entwickelte sich früh zu einem herausragenden Torjäger und Leistungsträger.

Ein erster großer Erfolg gelang 2008 mit der Bezirksmeisterschaft der C-Jugend. Nur ein Jahr später folgte der nächste Meilenstein: Gemeinsam mit den Trainern Manuel Strübel und Thomas Huber schaffte die B-Jugend des ASV 2009 den Aufstieg in die Südbadenliga – die erste Teilnahme einer ASV-Jugendmannschaft in Südbadens höchster Spielklasse. Dort überzeugte die Mannschaft auf Anhieb und belegte 2010 einen starken fünften Platz.

Eine klassische A-Jugend-Zeit gab es für Manuel Schnurr anschließend nicht mehr. Bereits als 17-Jähriger wurde er 2010 von Trainer Wolfgang Roll direkt in die erste Mannschaft berufen. Es war die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga – und gleichzeitig eine besondere Spielzeit, da der ASV aufgrund der Renovierung der Schwarzwaldhalle keine Heimspiele austragen konnte.

Trotz seines jungen Alters übernahm Schnurr sofort Verantwortung. Mit beeindruckenden 142 Treffern wurde er auf Anhieb bester Torschütze des Teams und hatte entscheidenden Anteil am damals kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Auch in der Saison 2011/12 führte er die interne Torjägerliste mit 177 Treffern an und machte damit höherklassige Vereine auf sich aufmerksam.

Der Wechsel zum damaligen Oberligisten TV Willstätt bedeutete für Schnurr die Chance, sich zwei Klassen höher zu beweisen. Nach zwei Jahren im Hanauerland kehrte er jedoch zu seinem Heimatverein zurück – und knüpfte nahtlos an seine starken Leistungen an. Direkt nach seiner Rückkehr wurde er wieder Top-Scorer des ASV und erzielte starke 194 Tore.

Seinen persönlichen Rekord stellte Schnurr in der Saison 2015/16 auf: Mit 224 Treffern erreichte er eine Marke, die bis heute von keinem anderen ASV-Spieler übertroffen wurde. In den folgenden Jahren bremsten ihn immer wieder Schulterprobleme, dennoch blieb er eine feste Größe, Führungsspieler und Identifikationsfigur des Vereins.

Insgesamt erzielte Manuel Schnurr knapp 1600 Tore für die erste Mannschaft des ASV Ottenhöfen – eine Zahl, die seinen Stellenwert für den Verein eindrucksvoll unterstreicht.

Dass seine Karriere nun mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Verbandsliga endet, verleiht dem Abschied einen besonders passenden Rahmen. Nach vielen Jahren als Leistungsträger durfte Schnurr nochmals einen der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte miterleben und aktiv mitgestalten. Und wer weiß – vielleicht sieht man ihn auch künftig noch das eine oder andere Mal auf dem Spielfeld, wenn es doch wieder in den Händen kribbelt und der ASV Unterstützung braucht.

Bericht + Foto: Mike Käshammer

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ASV-Damen sichern sich in hart umkämpftem Spiel den Titel

1. Damenmannschaft - Landesliga - Staffel 7 (BWHV)
SV Niederbühl - ASV Ottenhöfen 26:28 (9:10)
Am letzten Spieltag ging es für die Damen des ASV Ottenhöfen nach Niederbühl. Um den Meistertitel in der Landesliga zu ergattern, musste das letzte Spiel unbedingt gewonnen werden. Anhand der Tabelle eigentlich nur Formsache. Allerdings zählt der SV Niederbühl nicht gerade zu den Lieblingsgegnerinnen der Achertälerinnen. Zu Beginn der Partie fehlende Schiedsrichter waren für das Nervenkostüm ebenfalls nicht förderlich. Der Druck unbedingt gewinnen zu müssen wirkte sich sichtbar auf den Spielfluss der ASV-Damen aus. Diverse vergebene Chancen und Ballverluste sowie kampfstarke Niederbühlerinnen ließen das Spiel zu einem richtigen Krimi werden.

Die Partie startete für Ottenhöfen zunächst mit einem guten Lauf. So konnten Marina Fischer, Rebecca Schober, Julia Haberle und Jana Wigant zum 1:5 in der 17. Minuten sorgen, ehe Niederbühl ab der 18. Minute besser ins Spiel fand und sich herankämpfte. In der ersten Halbzeit dominierten auf beiden Seiten die Torhüterinnen, die einige Chancen vereitelten und es so insgesamt eine relativ torarme Halbzeit blieb. Kurz vor Schluss konnte Janina Horn mit einem Siebenmeter die Halbzeitführung für Ottenhöfen zum 9:10 einnetzen.

Auch die zweite Halbzeit war hart umkämpft, aber die Schützinnen hatten ihr Visier besser eingestellt. So traf Tatjana Harter in der 36. Minute zum 12:15. Jule Schäfer und Julia Haberle konnten in der 42. Minute den Vorsprung wieder auf 2 Tore zum 14:17 ausbauen.
Eine von Ottenhöfens Trainer Ralf Paulus genommene Auszeit, um seine Mannschaft neu auf die Konterläufe der Niederbühlerinnen einzustellen, zeigte zunächst nicht die gewünschte Wirkung. So glichen die Gastgeberinnen erstmals in der 45. Minute zum 17:17 aus und gingen in der 51. Minute mit 21:20 in Führung.
Die Harter-Geschwister sorgten jeweils für den Ausgleich. Katharina Münz und Tatjana Harter erzielten die zwischenzeitlichen Führungen zum 22:23 und 23:24.
Jule Schäfer brachte die Ottenhöfenerinnen mit einem Doppel-Pack in der 58. Minute mit 24:26 in Front, ehe Niederbühl in der 60. Minute wieder zum 26:26 ausglich. Erneut erzielte Jule Schäfer den Führungstreffer zum 26:27. Niederbühl nahm eine Auszeit und die Torhüterin vom Feld, was Katharina Münz mit der Schlusssirene zum 26:28 Siegtreffer ausnutzen konnte.

Danach gab es kein Halten mehr und die zahlreich mitgereisten Fans bejubelten zusammen mit der Mannschaft den Titel in der Landesliga. Dieser wurde dann in Ottenhöfen gebührend gefeiert.
Somit konnten sich 3 der aktiven Seniorenteams den Meistertitel sichern. Für den ASV Ottenhöfen alles in allem eine denkwürdige und erfolgreiche Saison 25/26.
Nun gilt es sich von den Strapazen zu erholen, um frisch in die neue Verbandsliga-Saison 26/27 zu starten und sich dort neuen Herausforderungen zu stellen.


Es spielten für den ASV Ottenhöfen:

Tor: Daniela Spinner, Teresa Meffle
Feld: Jule Schäfer (4), Tatjana Harter (3), Rebecca Schober (3), Annalena Harter (1), Céline Bohnert, Juliane Bohnert, Leonie Doll (1), Janina Horn (6), Jana Wigant (2), Julia Haberle (2), Katharina Münz (3), Marina Fischer (3), Lucia Epple, Mareike Schmälzle

Offizielle: Ralf Paulus, Sebastian Blizil, Isabelle Bohnert

Bericht: Daniela Spinner

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ASV unterliegt in Renningen – Meisterschaft überstrahlt Saisonende

1. Herrenmannschaft - Landesliga - Staffel 7 (BWHV)
Spvgg Renningen - ASV Ottenhöfen 33:31 (16:12)
Im letzten Spiel der Saison musste sich der ASV Ottenhöfen bei der Spvgg Renningen mit 31:33 (12:16) geschlagen geben. Die Niederlage zum Abschluss ändert jedoch nichts an der erfolgreichen Spielzeit der Achertäler, die sich bereits vorzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga gesichert hatten.

Bereits das Hinspiel hatte gezeigt, dass Renningen ein unangenehmer Gegner sein kann. Trotz der klaren Tabellenkonstellation entwickelte sich auch im Rückspiel eine intensive und umkämpfte Partie. In den Anfangsminuten begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Nach 18 Minuten lag der ASV knapp mit 9:8 zurück.

Eine doppelte Zeitstrafe in der 19. Spielminute brachte dann einen Bruch ins Spiel der Gäste. Renningen nutzte die Überzahl konsequent aus und setzte sich innerhalb weniger Minuten auf 12:8 (22. Minute) ab. Ottenhöfen tat sich in dieser Phase schwer, wieder in den Rhythmus zu finden, sodass die Hausherren ihre Führung bis zur Halbzeit auf 16:12 ausbauen konnten.

Auch im zweiten Durchgang blieb Renningen zunächst die spielbestimmende Mannschaft und baute den Vorsprung weiter aus. In der 40. Minute lag der ASV mit 17:23 zurück und sah sich einer deutlichen Niederlage gegenüber. Doch die Achertäler zeigten Moral und kämpften sich eindrucksvoll zurück in die Partie. Mit zunehmender Spieldauer fand Ottenhöfen wieder besser ins Spiel und verkürzte in der 55. Minute auf 27:28.

Die Schlussphase entwickelte sich nochmals spannend, doch letztlich behielten die Gastgeber die Oberhand und sicherten sich den 33:31-Erfolg im Saisonfinale.

Trotz der Niederlage fällt das Fazit der Saison aus Sicht des ASV Ottenhöfen durchweg positiv aus. Mit konstant starken Leistungen über die gesamte Spielzeit hinweg sicherte sich die Mannschaft verdient die Meisterschaft in der Landesliga und den Aufstieg in die Verbandsliga. Besonders die Heimstärke, der ausgeprägte Teamgeist und die Breite im Kader waren entscheidende Faktoren für den Erfolg. Nach vielen Jahren im oberen Tabellendrittel gelang es dem ASV nun, den nächsten Schritt zu gehen und die kontinuierliche Entwicklung zu krönen.

Mit dem Aufstieg auf Verbandsebene beginnt für den ASV Ottenhöfen nun ein neues Kapitel – getragen von einer Mannschaft, die sich über die Saison hinweg als geschlossenes und leistungsstarkes Team präsentiert hat.

Foto:  

ASV Ottenhöfen: Benedikt Kern (12), Lukas Blust (4), Manuel Schnurr (4), Jörn Schmälzle (3), Pascal Harter (2), Philipp Schmälzle (2), Michael Wagner (2), Carlos Schmälzle (1), Felipe Schmälzle (1), Moritz Kimmig, Philipp Leins, Lucas Vierling

Spvgg Renningen: Niklas Ristl (7), Luca Eckert (4), Till Röckle (4), Tobias Schauerhammer (4), Lars Britsch (3), Fabian Eisenhardt (2), Fabian Maisch (2), Mika Schneider (2), Tim Wagner (2), Yannick Günther (1), Oliver Schäfer (1), Patrick Stein (1), Yannick Grözinger, Jonathan Kolbe, Steffen Scholz

Bericht + Foto: Mike Käshammer

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Meister ASV begeistert – Emotionen, Tore und ein würdiger Abschied

1. Herrenmannschaft - Landesliga - Staffel 7 (BWHV)
ASV Ottenhöfen - TV Gondelsheim 35:18 (16:8)
Der ASV Ottenhöfen hat sein letztes Heimspiel der Saison eindrucksvoll gestaltet und den TV Gondelsheim mit 35:18 (16:8) besiegt. Vor heimischem Publikum zeigte der frisch gekrönte Meister nochmals eine souveräne Leistung und blieb damit über die gesamte Saison hinweg in der Schwarzwaldhalle ungeschlagen. Gleichzeitig gelang die Revanche für die knappe 26:27-Hinspielniederlage.

Die Partie verlief nur in der Anfangsphase ausgeglichen. Gondelsheim hielt zunächst dagegen, doch der ASV fand schnell seinen Rhythmus und übernahm zunehmend die Kontrolle. Mit konsequentem Tempospiel, einer stabilen Defensive und klaren Abschlüssen setzte sich Ottenhöfen Schritt für Schritt ab. In der 23. Minute traf ASV-Nachwuchstalent Lucas Vierling zum 12:6 und unterstrich die Überlegenheit der Hausherren. Bis zur Pause baute der ASV Ottenhöfen den Vorsprung weiter aus und ging mit einer verdienten 16:8-Führung in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang ließ der Meister nichts mehr anbrennen. Bereits kurz nach Wiederanpfiff stellte Ottenhöfen auf 18:8 und sorgte damit früh für klare Verhältnisse. Gondelsheim fand gegen die geschlossene Mannschaftsleistung des ASV kaum noch Mittel, während die Gastgeber weiterhin konzentriert agierten und das Spiel kontrollierten. Erneut zeigte sich die Stärke des Teams in der Breite – jeder Spieler brachte sich ein und trug seinen Teil zum deutlichen Ergebnis bei.

Ein besonderer Moment gehörte in der Schlussphase Manuel Schnurr, der sein letztes Heimspiel im Trikot des ASV bestritt. Der langjährige Leistungsträger und ASV-Identifikationsfigur setzte mit einem sehenswerten Kempa-Treffer den Schlusspunkt der Partie und sorgte damit für einen passenden Abschluss seiner Karriere. Die Zuschauer würdigten diesen Moment mit großem Applaus.

Im Anschluss an die Begegnung wurde die Meisterschaft offiziell gefeiert. Sportvorstand Hagen Kern überreichte die Auszeichnung an die Mannschaft, die sich den Titel mit konstant starken Leistungen über die gesamte Saison hinweg verdient hatte. Auch die zweite Damenmannschaft wurde für ihre Meisterschaft geehrt. Zudem nutzte das Team die Gelegenheit, um sich bei Fans, Unterstützern und allen Helfern für die Begleitung durch die erfolgreiche Saison zu bedanken.

Der Abend ging nahtlos in eine stimmungsvolle Saison-Abpfiff-Party über, die in der Schwarzwaldhalle bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Anschließend wurde die Meisterfeier im kleineren Kreis fortgesetzt: Die Mannschaft war bei einem Gönner zu einer Pool-Party eingeladen und ließ das erfolgreiche Wochenende erst am Sonntagabend langsam ausklingen.

Dieser Erfolg ist auch das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit im Hintergrund. Das Trainerteam um Michael Wagner hat über Jahre hinweg eine stabile und leistungsfähige Mannschaft geformt. Nach vielen Spielzeiten, in denen sich der ASV stets unter den Top-Teams der Landesliga etablierte, trägt diese Entwicklung nun Früchte – mit dem verdienten Aufstieg in die Verbandsliga.

Sportlich steht noch ein letztes Kapitel an: Am 03.05. tritt der ASV auswärts in Renningen an, ehe die Saison endgültig beendet wird. Anschließend beginnt für den ASV Ottenhöfen ein neues Kapitel. Nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga im Jahr 2010 ist der Verein nun zurück auf Verbandsebene – erstmals seit über 20 Jahren und als verdienter Lohn für eine herausragende Saison.

Foto:  

ASV Ottenhöfen: Beenedikt Kern (8), Philipp Schmälzle (5), Lukas Blust (4), Moritz Kimmig (4), Manuel Schnurr (3), Lucas Vierling (3), Aaron Fischer (2), Carlos Schmälzle (2), Felipe Schmälzle (2), Max Bruder (1), Jörn Schmälzle (1), Pascal Harter, Rouven Horn, Philipp Leins, Nicolas Nock

TV Gondelsheim: David Bauer (6), Luis Schubert (6), Dirk Walz (2), Lukas Bartuli (1), Mika Schwenk (1), André Teichmann (1), Max Waltert (1), Dennis Bergdolt, Christian Mangei, Max Martin, Fabian Schmidt

Bericht + Foto: Mike Käshammer

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