Nach dem erfolgreichen Dorfbrunnenfest-Lauf 2025 geht es 2026 in die nächste Runde! Der ASV Ottenhöfen unterstützt erneut den Dorfbrunnenfest-Lauf und freut sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Freut euch auf einen sportlichen Lauf durch die wunderschöne Landschaft des Achertals und setzt gleichzeitig ein Zeichen für den Nachwuchs in unserer Gemeinde. Der Erlös des Laufes kommt den Jugendabteilungen der Ottenhöfener Vereine zugute und unterstützt damit die wichtige Jugendarbeit vor Ort.
Ein herzliches Dankeschön gilt bereits heute allen Helferinnen und Helfern, sowie insbesondere Karin Spiegel für ihr großes Engagement und die Organisation dieser besonderen Veranstaltung.
Die Saison 2025/2026 wird beim ASV Ottenhöfen als eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben. Gleich drei Meisterschaften konnten gefeiert werden: Die erste Herrenmannschaft und die erste Damenmannschaft sicherten sich jeweils den Titel in der Landesliga und steigen damit in die Verbandsliga auf. Zudem krönte sich auch die zweite Damenmannschaft zum Meister.
Besonders bemerkenswert: Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen gelang der Aufstieg mit Mannschaften, die nahezu vollständig aus der eigenen Jugendarbeit hervorgegangen sind. Auch für die kommende Verbandsliga-Saison plant der Verein bislang bewusst ohne vereinsfremde Neuzugänge – ein Weg, der in der heutigen Handballlandschaft immer seltener geworden ist.
Die erste Herrenmannschaft dominierte die Landesliga über weite Strecken der Saison und sicherte sich die Meisterschaft letztlich souverän mit fünf Punkten Vorsprung. Vor allem in den entscheidenden Spielen zeigte die Mannschaft ihre Qualität und setzte sich gegen direkte Konkurrenten wie den HC Neuenbürg II oder den Lokalrivalen SG Ottersweier/Großweier durch. Damit gelang dem ASV erstmals seit über 20 Jahren wieder der Aufstieg auf Verbandsebene.
Auch die Damen 1 sorgten für Begeisterung. In einem bis zum letzten Spieltag spannenden Titelrennen behielt das Team die Nerven und sicherte sich mit einem knappen 28:26-Auswärtssieg beim SV Niederbühl die Meisterschaft. Der Vorsprung auf den direkten Verfolger SG Eggenstein-Leopoldshafen betrug am Ende lediglich einen Punkt. Die zweite Damenmannschaft rundete die außergewöhnliche Saison schließlich mit ihrem eigenen Meistertitel ab.
Dass der ASV Ottenhöfen heute einen solchen Erfolg feiern kann, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vereinsarbeit. Die Geschichte des Handballsports im Achertal reicht bis ins Jahr 1934 zurück, als Lehrer Oswald Eichelberger den Handball nach Ottenhöfen brachte. Nach den schwierigen Jahren rund um den Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der ASV Schritt für Schritt zu einer festen Größe im südbadischen Handball. In den frühen Jahren gehörten lange Fahrten mit dem Fahrrad zu den Auswärtsspielen ebenso selbstverständlich dazu wie improvisierte Trainingsbedingungen.
Einen entscheidenden Entwicklungsschub brachte schließlich der Bau der Schwarzwaldhalle im Jahr 1978. In den darauffolgenden Jahrzehnten etablierte sich der ASV sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich dauerhaft in höheren Spielklassen. Oberliga-Handball, DHB-Pokalspiele und sogar Gastspiele der deutschen Nationalmannschaft prägten die Vereinsgeschichte.
Bereits in den 1990er-Jahren gehörte der ASV Ottenhöfen sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich zu den sportlichen Aushängeschildern des südbadischen Handballs. Dass nun erneut beide ersten Mannschaften gemeinsam den Aufstieg auf Verbandsebene feiern dürfen, verleiht der Saison 2025/2026 einen ganz besonderen historischen Stellenwert.
Die aktuelle Erfolgssaison zeigt nun einmal mehr, welchen Stellenwert die kontinuierliche Jugendarbeit im Verein besitzt. Nahezu alle Spielerinnen und Spieler der Meistermannschaften stammen aus dem eigenen Nachwuchs und wurden über Jahre hinweg beim ASV ausgebildet. Gerade als eigenständiger Dorfverein ist dies eine Besonderheit. Während viele Clubs längst auf Spielgemeinschaften angewiesen sind, konnte der ASV Ottenhöfen seine Eigenständigkeit bis heute bewahren – eine Seltenheit im modernen Handball.
Die außergewöhnliche Saison fand auch abseits des Spielfelds ihre verdiente Anerkennung. Bei einer separaten Veranstaltung im Vereinsheim nahm Staffelleiter Uwe Persch die offiziellen Meisterehrungen vor. Im Anschluss ließen die Mannschaften gemeinsam mit der Vereinsführung die Erfolge der Herren 1, Damen 1 und Damen 2 bei einem Umtrunk nochmals Revue passieren und würdigten damit eine Saison, die zweifellos zu den bedeutendsten der jüngeren Vereinsgeschichte zählt.
Die Saison 2025/2026 steht deshalb nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern auch für Werte wie Zusammenhalt, Kontinuität und Vereinstreue. Drei Meisterschaften, zwei Aufstiege und volle Hallen bei Heimspielen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung der Handballsport in Ottenhöfen weiterhin besitzt – und dass der ASV auch über 90 Jahre nach seiner Gründung lebendiger denn je ist.
Mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Verbandsliga endet beim ASV Ottenhöfen nicht nur eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison – sondern auch die aktive Laufbahn eines der prägendsten Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte: Manuel Schnurr beendet seine Handballkarriere.
Der Rückraumspieler gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Eigengewächsen der ASV-Handballschule. Bereits im Alter von sechs Jahren wurde Manuel von seinem Vater Reinhold Schnurr, selbst langjähriger Aktiver und Damentrainer beim ASV, im Verein angemeldet. Von Beginn an durchlief er sämtliche Jugendmannschaften des ASV und entwickelte sich früh zu einem herausragenden Torjäger und Leistungsträger.
Ein erster großer Erfolg gelang 2008 mit der Bezirksmeisterschaft der C-Jugend. Nur ein Jahr später folgte der nächste Meilenstein: Gemeinsam mit den Trainern Manuel Strübel und Thomas Huber schaffte die B-Jugend des ASV 2009 den Aufstieg in die Südbadenliga – die erste Teilnahme einer ASV-Jugendmannschaft in Südbadens höchster Spielklasse. Dort überzeugte die Mannschaft auf Anhieb und belegte 2010 einen starken fünften Platz.
Eine klassische A-Jugend-Zeit gab es für Manuel Schnurr anschließend nicht mehr. Bereits als 17-Jähriger wurde er 2010 von Trainer Wolfgang Roll direkt in die erste Mannschaft berufen. Es war die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga – und gleichzeitig eine besondere Spielzeit, da der ASV aufgrund der Renovierung der Schwarzwaldhalle keine Heimspiele austragen konnte.
Trotz seines jungen Alters übernahm Schnurr sofort Verantwortung. Mit beeindruckenden 142 Treffern wurde er auf Anhieb bester Torschütze des Teams und hatte entscheidenden Anteil am damals kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Auch in der Saison 2011/12 führte er die interne Torjägerliste mit 177 Treffern an und machte damit höherklassige Vereine auf sich aufmerksam.
Der Wechsel zum damaligen Oberligisten TV Willstätt bedeutete für Schnurr die Chance, sich zwei Klassen höher zu beweisen. Nach zwei Jahren im Hanauerland kehrte er jedoch zu seinem Heimatverein zurück – und knüpfte nahtlos an seine starken Leistungen an. Direkt nach seiner Rückkehr wurde er wieder Top-Scorer des ASV und erzielte starke 194 Tore.
Seinen persönlichen Rekord stellte Schnurr in der Saison 2015/16 auf: Mit 224 Treffern erreichte er eine Marke, die bis heute von keinem anderen ASV-Spieler übertroffen wurde. In den folgenden Jahren bremsten ihn immer wieder Schulterprobleme, dennoch blieb er eine feste Größe, Führungsspieler und Identifikationsfigur des Vereins.
Insgesamt erzielte Manuel Schnurr knapp 1600 Tore für die erste Mannschaft des ASV Ottenhöfen – eine Zahl, die seinen Stellenwert für den Verein eindrucksvoll unterstreicht.
Dass seine Karriere nun mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Verbandsliga endet, verleiht dem Abschied einen besonders passenden Rahmen. Nach vielen Jahren als Leistungsträger durfte Schnurr nochmals einen der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte miterleben und aktiv mitgestalten. Und wer weiß – vielleicht sieht man ihn auch künftig noch das eine oder andere Mal auf dem Spielfeld, wenn es doch wieder in den Händen kribbelt und der ASV Unterstützung braucht.