Kämpferische Leistung des ASV in Freudenstadt wurde nicht belohnt
1. Herrenmannschaft - Landesliga-Nord (SHV)
SG Freudenstadt/Baiersbronn - ASV Ottenhöfen 32:27 (14:14)
Der ASV Ottenhöfen gestaltete sein Gastspiel bei der favorisierten und heimstarken SG Freudenstadt/Baiersbronn, dank kämpferischer Leistung über weite Strecken erfolgreich und trotze den personellen Sorgen. In der finalen Spielphase fehlte ASV-Coach Michael Wagner es jedoch an Alternativen und Freudenstadt/Baiersbronn entschied die Partie letztlich verdient mit 32:27 für sich.
Ohne die Stammspieler Lukas Blust, Marco Blank und Nachwuchsspieler Lucas Vierling reiste der ASV-Tross, samt eigens für das Schwaben-Baden-Derby organisierten Fan-Bus nach Freudenstadt. Angeprescht von den lautstarken Fans startete der ASV Ottenhöfen hochmotiviert mit 3 Treffern in Folge in die Partie und zwang SG-Coach Lisiecki bereits in der 7. Spielminute zum ersten Team-Time-Out. Es dauerte bis zur Mitte der ersten Spielhälfte, ehe Freudenstadt/Baiersbronn erstmals ausgleichen konnte 4:4 (13. Spielminute). Zuvor hatte sich ASV-Leistungsträger Manuel Schnurr schwer am Knie verletzt. Diesen Ausfall musste die Wagner-Sieben zunächst verarbeiten. Währenddessen legten die Schwaben einen Gang zu und lagen in der 17. Spielminute 8:5 in Führung. Ottenhöfen zeigte einmal mehr Moral und kämpfte um jeden Ball. "Wir haben trotz allem ein starkes Abwehrspiel gezeigt", so Wagner stolz. Die Achertäler verhinderten, dass sich der Gastgeber weiter absetzen konnte und die Teams wechselten beim 14:14 die Seiten.
Ein Schlagabtausch mit offenem Visier lieferten sich beide Mannschaften auch im zweiten Spielabschnitt. Über 19:18, 20:21 und 23:23 näherten sich die Kontrahenten den entscheidenden letzten Spielminuten. In der 54. Spielminute legte die SG ein Tor vor (27:26). Der ASV Ottenhöfen, dem nun die personellen Alternativen auf der Zielgeraden auszugehen drohten, reagierte mit einem Team-Time-Out um sich für den Show-Down einzustimmen. Zurück im Spiel vergab der ASV seinen Angriff, was Freudenstadt/Baiersbronn nutzte um die Führung auf 28:26 zu erhöhen. Beschwerlich für die Gäste kam hinzu, dass Spielmacher Aaron Fischer verletzungsbedingt vorzeitig das Feld verlassen musste. Mit den heimischen Fans im Nacken schwammen die Gastgeber nun auf der Erfolgswelle und zwangen den angeschlagenen ASV Ottenhöfen in der 58. Spielminute mit einem weiteren Treffer zum 30:26 und letztlich zum 32:27 Endstand zu Boden.
"Spielerische Defizite haben wir über den Kampf ausgeglichen und konnten bis kurz vor Spielende mithalten", so Wagner der stolz auf diese Mannschaftsleistung ist.
Möchte man die David-Fahrner-Halle mit etwas Zählbarem verlassen, so muss alles passen, um die SG Freudenstadt/Baiersbronn zu bezwingen. Der ASV Ottenhöfen war bis kurz vor Schluss drauf und dran Punkte zu entführen. Angesichts der angespannten personellen Situation ist die Leistung der Wagner-Sieben noch höher einzuschätzen, denn die Mannschaft zeigte über die gesamte Partie eine geschlossene Leistung und spielte nicht nur für sich selbst, sondern auch für die zahlreich mitgereisten Fans aus dem Achertal. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle mitgereisten Fans, dem FC Ottenhöfen und den Spielern für einen großartigen Handball-Abend!
Kommenden Samstag, 29. Oktober um 19.30 Uhr wartet bereits die nächste Aufgabe auf den ASV Ottenhöfen. Zu Gast bei den Panthers Gaggenau wird sich zeigen, ob sich der Kader in gewohnter Weise aufstellen lässt.
Foto: ASV-Leistungsträger Manuel Schnurr verletzte sich früh in der Partie gegen die SG Freudenstadt/Baiersbronn schwer. Wie lange er seinem ASV Ottenhöfen fehlen wird ist noch offen.
ASV Ottenhöfen: Benedikt Kern 9/4, Manuel Schnurr 1, Michael Wagner 1, Carlos Schmälzle 1, Jonathan Bohnert, Jörn Schmälzle 2, Pascal Harter 6, Aaron Fischer 2, Jonas Fischer, Philipp Schmälzle 5, Nicolas Nock, Philipp Schmieder
SG Freudenstadt/Baiersbronn: Marinko Tuka 4, Marc Wissmann, Max Kneissler 5, Marcel Bauer 8/5, Hannes Benzing 2, Marco Schatz 1, Tim Wissmann 1, Sven Wissmann, Dominik Schwab 4, Michael Heinen, Maurice Thomas, Pascal Baur 3, Nico Käser 2, Drazen Dropuljic 2
Bericht + Foto: Mike Käshammer